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Hamburger Beratungsstelle für geflüchtete Menschen nimmt Arbeit auf

Eine neue Beratungsstelle bei Arbeit und Leben Hamburg soll Geflüchtete im Rahmen des Projektes „Faire Integration“ über ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer informieren und dadurch vor Benachteiligung und Ausbeutung auf dem Arbeitsmarkt schützen. Arbeit und Leben Hamburg ist damit ein weiterer Partner im IQ Netzwerk Hamburg - NOBI und erweitert das regionale Angebot im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“.

Ein arbeits- und sozialrechtliches Beratungsangebot für Geflüchtete wird dringend gebraucht. Mehr und mehr der in den vergangenen Jahren nach Deutschland geflüchteten Personen nehmen eine Ausbildung oder Arbeit auf. Viele von ihnen finden zunächst eine Arbeit in Helfertätigkeiten im Niedriglohnbereich. Erfahrungen aus Beratungsstellen für Beschäftigte aus Mittel- und Osteuropa, wie der Servicestelle Arbeitnehmerfreizügigkeit bei Arbeit und Leben Hamburg, zeigen, dass es für Beschäftigte entscheidend ist, ihre Arbeitnehmerrechte zu kennen, um sich vor Benachteiligung und Ausbeutung zu schützen. Über das neue Beratungsangebot werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Fluchthintergrund darin gestärkt, ihre Rechte einzufordern und durchzusetzen. „Faire Integration“ ist damit ein wichtiger Schritt im Hinblick auf eine gelungene Integration von Geflüchteten in Deutschland.

 

In Hamburg ist die Beratungsstelle bei Arbeit und Leben Hamburg angesiedelt. Der neue Träger im IQ Netzwerk Hamburg – NOBI verfügt mit verschiedenen Projekten bereits über Erfahrung in der arbeits- und sozialrechtlichen Beratung. Damit fließen in das Netzwerk sowohl wertvolle Kompetenzen aus der gewerkschaftsnahen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerberatung als auch aus der Anerkennungs- und Integrationsberatung von Geflüchteten ein. Die Beratung wird in verschiedenen Sprachen angeboten. Zudem werden Informationsmaterialien für Beschäftigte erarbeitet und eine Internetseite erstellt.

 

„Faire Integration“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Bundesmitteln gefördert und ist zunächst bis Ende 2018 angesetzt. Das erste Projektjahr dient vor allem dem Aufbau der Beratungsstellen, der Erhebung der regionalen Bedarfe und Sammlung erster Erfahrungen in der Beratung. Mit dem Aufbau von bundesweiten Beratungsstellen wurde das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ beauftragt. Dabei wird es durch das DGB Bildungswerk unterstützt. In den jeweiligen Bundesländern setzen die IQ Landesnetzwerke das Projekt mit regionalen Partnern um. Eine Verlängerung des Projekts über 2018 hinaus wird angestrebt.

 

Weitere Informationen unter www.nobi-nord.de oder www.hamburg.arbeitundleben.de

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Zu Netzwerk IQ
Das Förderprogramm “Integration durch Qualifizierung (IQ)” wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
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