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Berufsanerkennung wird finanziell unterstützt

Ab dem 1. Dezember gibt es ein bundesweites Stipendienprogramm, um einen Kostenzuschuss für das Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsqualifikationen zu erhalten. Förderfähig sind die Kosten, die im Rahmen der Antragstellung entstehen -  also vor allem Gebühren und Übersetzungskosten bis zu maximal 600 Euro pro Person.


"Jede ausländische Fachkraft soll trotz entstehender Kosten ein Anerkennungsverfahren aufnehmen können", so Bundesbildungsministerin Johanna Wanka anlässlich des Programmstarts. "Berufsanerkennung darf nicht an den Kosten scheitern. Damit leisten wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen Integration am Arbeitsmarkt."

 

Gefördert werden diejenigen, die keine anderweitige Unterstützung erhalten. Dies sind vor allem Geringverdiener, die keine Leistungen des Sozialgesetzbuches erhalten - eine Zielgruppe, die bislang beispielsweise im Bereich der dualen Ausbildungsberufe kaum erreicht wird.

 

Mit einem Anerkennungsverfahren kann die Gleichwertigkeit einer ausländischen Berufsqualifikation festgestellt werden, damit ausländische Qualifikationen adäquat eingesetzt werden können. Das bundesweite Förderprogramm wird als Pilotvorhaben für zunächst drei Jahre vom Forschungsinstitut Berufliche Bildung (f-bb) entwickelt und umgesetzt. Die Anträge können bei zuleitenden Stellen wie beispielsweise den Beratungsstellen im Programm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" eingereicht werden.

 

Unterstützung in Hamburg

Sind die Teilnehmer im Leistungsbezug der Agentur für Arbeit oder eines Jobcenters, übernehmen diese in der Regel während der Zeit der Anpassungsqualifizierung die Kosten für den Lebensunterhalt. Meistens werden auch die Verfahrensgebühren und die Kosten für einige Qualifizierungsmodule übernommen. Ist eine Förderung durch diese Regelinstrumente des Bundes nicht möglich, übernimmt in Hamburg seit Ende 2010 das Stipendienprogramm des Senats die Kosten für ein Anerkennungsverfahren. Erst wenn diese Angebote nicht greifen, kann ein Antrag beim neuen Bundesprogramm gestellt werden. Die Beantragung erfolgt im Rahmen der Anerkennungsberatung im IQ Netzwerk Hamburg – NOBI bei der Zentralen Anlaufstelle Anerkennung (ZAA) oder Mission Zukunft.

 


Weitere Informationen

https://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/anerkennungszuschuss.php

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